Literatur
Ich schreibe ja sehr viel, wie man auch an dieser Site sieht. Meist sind das nur technische Dokumentationen, die ich beruflich schreibe, aber 2006 riet mir eine Bekannte es doch mal mit einem Roman zu versuchen, wohl weil ich sie immer mit ellenlangen Emails einzudecken pflege.
Nun, ich hab mir das zu Herzen genommen und habe - um das ganze mal auszuprobieren - im Herbst 2006 an einem "Schreibwerkstatt"-Wochenende an der Volkshochschule teilgenommen. Das war eine wirklich inspirierende Veranstaltung! Ja, was soll ich sagen: Seitdem kann ich es nicht mehr lassen; ich habe inzwischen an etlichen Werkstätten mitgemacht, und einige dutzend Geschichten verfasst, an Wettbewerben teilgenommen und schon Geschichten und Gedichte veröffentlicht. Auch mehrere öffentliche Lesungen im Rahmen des "Literarischen Café" an der Volkshochschule habe ich schon gemacht.
Hier können Sie einen Eindruck von meiner Arbeit bekommen. Viel Spaß!
Die wurmstichigen Dielen knarrten unter seinen Füßen, als er das Haus betrat. Leise schloss er die Tür und sperrte die Nebelnacht aus. Behutsam tastete er nach dem Lichtschalter. Seine Fingerspitzen spürten dem auf Putz verlegtem Kabel nach, fühlten den samtenen Stoff mit dem der Draht umwickelt war. Mein Gott, dachte er, das Haus ist aber wirklich alt. Seine Hand fand das Kästchen des Schalters und drehte den Knebel.
Wie viele waren es diesmal, sieben Milliarden? Antonius hatte aufgehört zu zählen, es machte ihn müde. Er lehnte an einer Balustrade hoch über der größten Stadt des Planeten und starrte auf die Zerstörungen. Die einstmals prächtigen Häuser lagen in Schutt, Stahlstreben ragten wie Skeletthände dazwischen hervor. Zwischen den Schuttkegeln sah er die Reste von Fahrzeugen, mit denen die Bewohner zu fliehen versucht hatten. Das Ergebnis ist immer das gleiche, dachte er, alle tot und die Seelenfänger hatten reiche Beute.
Diese Geschichte wurde in der Zeitschrift 'Federwelt', Ausgabe Oktober/November 2008 veröffentlicht, und ist somit meine erste offizielle Veröffentlichung! Entstanden ist sie im April 2007 und wurde inspiriert vom Bild 'Sohn eines Mannes' von Rene Magritte. Das Ganze gibt es natürlich auch als Podcast am Ende des Textes zum Anhören.
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Literatur




You may feel disappointed somehow, as most of my pages are written in German. And it’s true, they should be understandable to much more people than they are now. Well, the truth is, I would provide two versions if I had the time to maintain both of them…