twitter facebook

Computer Vita

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail
Kommen Sie mit auf eine Reise in eine andere Zeit! Können Sie sich vorstellen, das Computer mal groß wie Häuser waren? Oder Disketten mit 8 Zoll (ca. 20 cm) Durchmesser hergestellt wurden? Oder das Computer als Hochfrequenzstrahler bei der Bundespost angemeldet werden mussten und Bill Gates noch nicht reich und berühmt war? Reisen Sie durch die letzten 20 Jahre der Computertechnik anhand der vielen kleinen Maschinen, die mich seit damals begleitet haben.

Aller Anfang ist schwer...

Schon in jungen Jahren zeigte sich mein Drang zum Programmierer: Ein wunderschönes Schuco-Auto wurde zum Entsetzen meiner Eltern kaum zwei Tage nachdem es mir geschenkt wurde, derart fachgerecht umprogrammiert, das es anschließend flog. In den Mülleimer versteht sich.

Nach den ersten Berührungen mit programmierbaren Taschenrechnern musste Ende der 70er ein "richtiger" Computer her. Meine Wahl fiel auf den Texas Instruments TI-99/4. Als Zusatz gab es eine Diskettenstation und ein Steckmudul mit dessen Hilfe man UCSD-Pascal benutzen konnte. Letzteres prägte mich so, daß ich noch heute der "Müsli-Seite der Macht" verfallen bin.

Nach dem TI kam ein richtiger Profi-Computer, der Spectravideo 328 mit dem damals weltweit meistverkauften Betriebssystem CP/M. Und eine ganz revolutionäre Programmiersprache lief mir über den Weg: Turbo Pascal

Der "Jackintosh"

Nach ausführlicher Beschäftigung mit CP/M mußte eine neue Herausforderung her: Mitte der 80er erschien der ATARI ST auf der Bildfläche: Der "Jackintosh" (nach Atari-Boss Jack Tramiel und in Anlehnung an den damals einzigen professionellen Computer mit eingebauter grafischer Oberfläche, dem Macintosh) hatte eine grafische Oberfläche (GEM) die auch auf PCs der damaligen Zeit zu finden war. Mit seinem ausgezeichneten Bildschirm, ausgestattet mir dem leistungsfähigen Motorola 68000 Prozessor und 1024 Kilobyte (!) RAM war das eine der Top-Maschinen seiner Zeit.

Beruflich sah ich mich bald mit ganz anderen Rechnern konfrontiert: Der Intel 286 mit 1 Mb RAM und MS-DOS 3.2 hielten in den Büros Einzug und ich hatte die Ehre diese auch bei meinem damaligen Arbeitgeber zu betreuen.

Neue Welten oder

"Es war einmal eine Zeit, in der es das Internet noch gar nicht gab..."

Ende der 80er stieg ich in eine völlig neue Welt ein: Mit einem Akustikkoppler (300 Baud, ca. 30 Byte/Sekunde, 600 DM teuer) ausgerüstet, erkundete ich die Gestade dieser neuer Welt der Datenfernübertragung. Die Sitzungen im Online-Service von Markt&Technik - alles Ferngespräch versteht sich - sind noch heute Legende.

1989 geriet ich in das Mausnet. (Netz ist übertrieben, es gab zwei Mailboxen, die untereinander keine Daten tauschen konnten). Doch bald stand eine Vernetzung über Modems und die Maus-Mailboxen sprossen an allen Ecken aus dem Boden.

1991 eröffnete ich zusammen mit einigen anderen engagierten Leuten die Maus Nürnberg. Leider ist die große Zeit der Mailboxen mit dem Aufkommen des Internet zu Ende gegangen, und auch die Maus Nürnberg musste angesichts schwindender Userzahlen und hoher Aufwendungen an Geld und Zeit im Januar 2003 ihre Pforten schliessen - das Mausnet gibt es jedoch nach wie vor, wenn auch stetig schrumpfend.

...and beyond!

Während all der Zeit begleiteten mich diverse Atari-Maschinen (ein 1040ST, ein MegaST4 und ein TT030/8 für die Eingeweihten) auf privater Ebene.

Viele Programme entstanden in dieser Zeit: Der TLGE, ein Texteditor mit integriertem Lisp-Interpreter und Terminal-Emulator zusammen mit Johannes Leckebusch und Hartwig Constien für die Zeitschift 68000er, sowie die Programmbibliothek Magic für Modula-2-Compiler; später TrueMagic genannt (mit Versionen in Modula-2, Pascal und C) und zusammen mit Thomas Künneth und Dirk Stadler zur einzigen echten DLL für Atari-Rechner ausgebaut und noch einiges mehr.

1996 begann ich das Internet zu erkunden. Leider stellte sich bald heraus, dass die einstmals überlegene Technologie der Atari-Rechner hier einen gravierenden Nachteil hatte (abgesehen davon, das die Fa. Atari gar nicht mehr existierte): Sie war einfach zu alt, die Rechner zu langsam und die Software zu schwerfällig um mit diesem neuen Medium schritthalten zu können.

Also musste mal wieder neue Hardware her: Aus Bill Gates DOS ware eine schöne grafische Oberfläche (Windows!) geworden, aus den langsamen Prozessoren hochgetaktete Boliden (diese Version meiner Site entstand auf einem Athlon mit 1000 Mhz, das ist 300 mal schneller als mein erster Computer!) und Festplatten misst man jetzt in Gigabytes (meine Erste hatte 10 Mb und kostete über 1000 DM). Mal sehen, wie lange diese Kiste braucht, bis sie veraltet ist...

Nun, den obigen Text hab ich Ende 2002 oder Anfang 2003 verfasst. Inzwischen ist hier ein Athlon XP64 3000+ am werkeln, mit 1 Gigabyte Speicher (1000 x mehr als mein alter Atari ST), und wenn ich das Megabyte Festplatte mit den Preisen von 1985 bezahlen müsste, hätten wohl meine Enkel noch Schulden.

:-)

Neues Buch

Von Wanderern und Brückenfesslern

Von Wanderern und Brückenfesslern

Lesen Sie die Geschichte vom Wanderer zwischen den Welten, erfahren Sie Interessantes zum Beruf des Brückenfesslers, über- schreiten die schmale Grenze zwischen Leben und Tod, oder finden heraus, was ein Drachen- töter mit einem fünfzehnjährigem Jungen gemeinsam hat.

Von Wanderern und Brückenfesslern
Peter Hellinger (Hrsg.)
152 Seiten, Paperback,
Erschienen bei art&words<
ISBN 978-3-9813059-1-3
Preis: 7,50 € (D)

Zum Verlag

Über helli.de

Planet HelliNeulich stellte mir eine Freundin die Frage, warum jemand eigentlich eine private Homepage hat. So auf Anhieb wusste ich nicht was ich darauf antworten sollte - schließlich betreibe ich diese Site schon seit bald zehn Jahren, und die Gründe haben sich im Lauf der Zeit auch gewandelt.

Weiterlesen...
 

English spoken?

You may feel disappointed somehow, as most of my pages are written in German. And it’s true, they should be understandable to much more people than they are now. Well, the truth is, I would provide two versions if I had the time to maintain both of them…

Weiterlesen...
 

Ich mach was mit Büchern

Ich mach was mit Büchern Bücher haben ein enormes Potenzial, Menschen zu verbinden. Im Internet sind jene Menschen, die sich mit Büchern beruflich oder in ihrer Freizeit intensiv beschäftigen, vielfach nur schwach verbunden. Daher hat Leander Wattig im August 2009 eine Initiative angestoßen, die dazu beitragen soll, die Buchbranche noch besser sichtbar zu machen und die Buchmenschen noch stärker miteinander zu vernetzen.
Unterstützen Sie diese Aktion!