
Eines haben die Schreibwerkstätten schon bei mir bewirkt: Wenn es ans Dichten geht, bin ich nicht mehr so befangen wie noch vor einem halben Jahr. Inzwischen traue ich mich mehr, und es kommt auch – so hoffe ich doch – nicht mehr so ein Gesülze wie bei „Ohne dich“ dabei heraus. Diesmal hatten wir folgende Aufgabe: Das Gedicht sollte folgende Struktur aufweisen:
Tätigkeit.
Nichts … als … ,
Nichts … als … ,
Nichts … als … .
Zwischen zwei Herzschlägen glauben:
Aussage.
Wir sollten also die Tätigkeit und die Aussage ergänzen, und die Pünktchen natürlich mit eigenen Worten, um von der Tätigkeit zur Aussage zu kommen. Mir erschien die Aufgabe relativ leicht, und ich hab auch gleich drei Gedichte in der zur Verfügung stehenden Zeit verfasst. Viel Spaß damit!
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Auf der Wiese liegen.
Nichts atmen als Himmel,
Nichts sehen als Blau,
Nichts spüren als schweben.
Zwischen zwei Herzschlägen glauben:
Ich fliege.
Im Zimmer sitzen.
Nichts hören als Stille,
Nichts sehen als Schwärze,
Nichts fühlen als Leere.
Zwischen zwei Herzschlägen denken:
Das ist der Tod.
In der Besprechung sitzen.
Nichts sehen als Pläne,
Nichts hören als Termine,
Nichts spüren als Ärger.
Zwischen zwei Herzschlägen fragen:
Ist das mein Leben?