Lange hatten wir darauf hingearbeitet, dann war es endlich soweit: Unsere erste große Lesung als Schreiberlinge ging über die Bühne!

Lange hatten wir darauf hingearbeitet, dann war es endlich soweit: Unsere erste große Lesung als Schreiberlinge ging über die Bühne!

Donnerstag, dem 21.10.2010, fanden wir uns alle mehr oder weniger nervös im „Zeitungscafé Hermann Kesten“ in der Stadtbibliothek Nürnberg ein. Das alte Gemäuer des Katharinenklosters schuf ein märchenhaftes Ambiente für die Lesung, und die Einrichtung des Lokals im Wiener Kaffeehausstil tat ein Übriges für die Stimmung. Rasch waren die PA-Anlage und die Mikrofone aufgebaut. Inzwischen trudelten die ersten Gäste ein und vertrieben sich die Zeit bis zum Beginn um 19:30 Uhr mit Sekt, Saft und anderen leckeren Getränken.

Kurz vor Beginn war das Café auch mit Literaturhungrigen gut gefüllt. Die Autoren der ersten Leserunde nahmen Platz, das Licht wurde gedimmt und schon ging es los. Zuerst stellte Frau Englisch von der Stadtbibliothek unsere Gruppe vor. Anschließend kam mein Auftritt als Moderator, der durch die Show führte und die einzelnen Autoren und Geschichten ankündigte.

Als Erstes las Gabriele Schlegel ihre Geschichte „Ein Geschenk zu viel“ aus unserer Anthologie „Von Wanderern und Brückenfesslern“ vor und sorgte für Gelächter im Publikum. Danach kam Gerhard Schmeußer mit „Ich, Uhrenerlöser“ einer Story mit Knalleffekt, die er speziell für diesen Abend geschrieben hatte. Anschließend stimmte ich das Publikum mit meiner Flüchtlingsgeschichte „Kaltes Land“ nachdenklich.

Doreen Kühne entführte die Zuhörer in die Vergangenheit Südamerikas mit ihrer Zeitreisegeschichte „Verschollen und verloren“.

Anschließend sorgte Gabriele Stegmeier mit ihrer Story „Nach Maß“ aus dem Leben einer Jeans für einen Höhepunkt. Die Zuhörer kamen gar nicht mehr aus dem Lachen heraus und so konnten wir entspannt in die Pause gehen.

Den zweiten Teil des Abends läutete Katharina Gade mit der Erzählung vom „Drachentöter“ ein, die ebenfalls aus unserer Anthologie von 2009 stammt und sich mit dem heiklen Thema des Kindesmissbrauchs beschäftigt.

Gabriele Stegmeier bot dazu mit ihrer in fränkischer Mundart gefärbten Geschichte „Wettschulden“ das Kontrastprogramm. Ich führte dann das Publikum durch die spannende Story „Feuergott“ um eine Beinahe-Katastrophe in einem Kernkraftwerk und Doreen Kühne zeigte ihre Vielseitigkeit und trug das tiefsinnige Gedicht „Illusion“ vor.

Zum Schluss brillierte noch einmal Gabriele Schlegel mit „Tanzende Männer“, einem fröhlichen Exkurs in das Paarungsverhalten von Männern, erläutert anhand ihres Tanzstils. Das Publikum war begeistert, Frau Englisch lud uns zu einer neuen Lesung ein und wir sagten natürlich spontan zu.

Vor allem die abwechslungsreichen Geschichten in den verschiedensten Erzählstilen ließen bei den Zuhörern keine Langeweile aufkommen und es war faszinierend zu beobachten, wie das Publikum bei jeder Geschichte mitging und dabei war. Natürlich durften wir zum Schluss auch noch einige unserer Bücher signieren. Wir hatten viel Spaß, einen rundum gelungenen Abend mit viel Freude, den wir dann noch in einer nahegelegenen Kneipe mit einem zünftigen Absacker ausklingen ließen.

Nicht vergessen will ich an dieser Stelle unsere Helferin an der Kasse Ina Smirnoff und unsere „offizielle“ Fotografin Jessica Schlegel, ohne die unsere kleine Show nicht so perfekt gelaufen wäre. Großen Dank auch nochmal an die Stadtbibliothek Nürnberg

und besonders Frau Englisch, für die Gelegenheit unsere Gruppe einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir freuen uns schon auf die nächste Lesung!

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Alle Bilder © Jessica Schlegel, Katharina Gade, Gerhard Schmeußer und Peter Hellinger