Das folgende Gedicht spielt mit dem Rhytmus, der sich aus der Zeilenschaltung ergibt. Außerdem habe ich den Titel in die Erzählzeit einfließen lassen.

Einst,
am Morgen danach
roch das Zimmer
noch immer
nach dem Feuer
in den Augen der Liebenden.
Warm
hüllte das Schweigen
einen Mantel um sie
und das Verlangen
lies keinen Raum
zwischen ihren Händen.

Jetzt,
am Morgen danach
riecht das Zimmer
noch immer
nach dem Gift
das sie verspritzten.
Eisig
klebt das Schweigen
auf Tischen und Stühlen
und die Wut
schiebt einen Keil
zwischen ihre Hände.

© Peter Hellinger

Erschienen in: Von Wanderern und Brückenfesslern}